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19. September 1992 - Das Festprogramm und die Fotos


[ 19.09.1992 ]

Kranzniederlegung im Städt. Friedhof Schweinfurt

zum Gedenken an die Gefallenen und verstorbenen Mitglieder der
1. Radfahrer-Vereinigung 1892 Schweinfurt e. V.

Jubiläums-Radball- Turnier

in der Sporthalle der Kardinal-Döpfner-Schule (Schillerschule) mit den Mannschaften:
RV Concordia Burgkunstadt, RV Concordia Steinwiesen,
Solidarität Waldbüttelbrunn, Solidarität Schweinfurt,
RV 1889 Schweinfurt und 1. RVgg 1892 Schweinfurt.


[ 26.09.1992 ]

20 Uhr Brauhaus am Markt "JUBILäUMSABEND"

Radfahrer-Vereinigung 1892 feiert 100-jähriges Vereinsjubiläum



[ Fotos Kranzniederlegung ]

Adolf Gerhardt mit Standarte.
Adolf Gerhardt mit Standarte und Philipp Zimmermann.
Vereinsmitglieder auf den Weg zur Kranzniederlegung.
Vereinsmitglieder auf den Weg zur Kranzniederlegung. Kranzniederlegung im Städt.-Friedhof zum Gedenken.
Grab vom Ehrenvorsitzenden Nikolaus Dönisch.
Grab vom Ehrenvorsitzenden Nikolaus Dönisch.

Vorsitzender Ph. Zimmermann am Grab vom Ehrenvorsitzenden Andreas Ullrich.
1. Vorstand  Ph. Zimmermann am Grab vom Ehrenvorsitzenden Andreas Ullrich.


[ Zeitungsartikel ]

Zeitungsartikel aus dem Schweinfurter Tagblatt:

Radfahrer-Vereinigung feiert 100jähriges Bestehen

,,92er" verhalfen Schweinfurt mit zu einem guten Ruf

Die erste Radfahrer-Vereinigung 1892 e.V. Schweinfurt begeht am Samstag
im Brauhaus am Markt ihren 100. Gründungstag. Den Grundstock legte eine kleine Schar tatbereiter "Velocipedisten" im Februar 1892 im damaligen Gasthaus "Einhorn".

Anhänger des immer mehr aufkommenden "modernen" Zweirads hatten sich versammelt, um sich zum Veloclub "Germania" zusammen- zuschießen. Ziel des Vereins war es in den ersten Jahren das Korso- und Wanderfahren zu fördern und der breiten öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das erste Vereinslokal des Veloclubs "Germania" war das Lokal Gasthof "Lilie". Nach mehreren Zwischenstationen siedelte der Verein dann in den Gasthof "Zum Grafen Zeppelin" über, der bis heute die Heimat der "92er" ist.

Ein besonderer Freudentag in der Historie des Vereins war die Standartenweihe im Sommer 1899.

Am Beginn dieses Jahrhunderts war der Veloclub auch in sportlicher Hinsicht überaus erfolgreich; Im Jahre 1912 holte sich der Verein, als einer der besten Deutschlands auf dem Bundesfest in Frankfurt am Main den dritten und 1914 in Augsburg den ersten Preis im Korsofahren.
Im Laufe der radsportlichen Entwicklung nahm der Veloclub "Germania" neben dem Korsofahren auch den Radrennsport mehr in sein Programm auf und fand dann durch das in ganz Deutschland bekannte Straßenrennen Schweinfurt - Bischofsheim- Schweinfurt bei den "Radrennsport-Fans" großen Anklang.

Fünf Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs trafen sich einige ,,92er" im Vereinslokal "Zum Grafen Zeppelin" und erklärten sich bereit. die Tradition der 1. Radfahr-Vereinigung 1892 Schweinfurt im Sinne des Radsports weiterzuführen.
Zur Domäne des Vereins entwickelte sich in den folgenden Jahren der Saalradsport und dabei insbesondere das Radballspiel Die "Radball-Akteure" machten ihre 1. Radfahr- Vereinigung weit über die Grenzen der Kugel- lagerstadt hinaus bekannt.

Immer hat der Verein auch das gesellschaftliche Leben in Schweinfurt mit Veranstaltungen bereichert. Das alles war nur möglich, weil sich in den 100 Jahren des Bestehens immer wieder tatkräftige Männer fanden, die den Verein führten.

Ein herausragendes Beispiel ist Phillip Zimmermann, der nun schon seit 36 Jahren an der Spitze des Vereins steht und dem die Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser in ihrem Grußwort zum 100jährigen Jubiläum besonderen Dank für seinen Einsatz, auch für Schweinfurt spendet. We.


[ Fotos Jubiläumsabend ]

1. Vorstand Ph. Zimmermann bei seiner Festrede.
1. Vorstand Ph. Zimmermann bei seiner Festrede.



Nicht nur die RVgg 1892 kam zum 100. Jubiläum zu verdienten Ehren. Auch zahlreiche Mitglieder wurden für ihre Treue ausgezeichnet.

Mitglieder wurden für ihre Treue ausgezeichnet. Wilhelm Baumann (l.), stellvertretender Bezirksvorsitzender des BLSV würdigte die bereits 36jährige Tätigkeit Philipp  Zimmermanns (3. v.r.) als Vorsitzender. Bürgermeister Herbert Müller (r.) vertrat die Glückwünsche der Sport-Stadt. Herbert Leibold (2. v.l.) und Hermann Streng (2. v.r.) wurden mit sofortiger Wirkung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Sie erhielten wie auch Heinz Zimmermann  (3. v.l.), Helene und Erwin Rink (4. v.r.) die Vereinsnadel in Gold. BRV Präsident Peter Edelhäuser ehrt Mitglieder.
(v.l.n.r.) BRV Präsident Peter Edelhäuser ehrt Mitglieder. H. Leibold, H. Rink,
E. Vollert, E. Rink, L. Zimmermann, H. Eichner, U. Eichner, K. van den Hoff,
H. Streng, Ph. Zimmermann. Hermann Streng u. Herbert Leibold Ehrenmitglieder.
1. Vorstand Ph. Zimmermann ernennt Hermann Streng u. Herbert Leibold zu Ehrenmitgliedern.

[ Zeitungsbericht ]

100 Jahre Radfahrervereinigung 1892 Schweinfurt

Der Geist der Pioniere ist erhalten geblieben

Anlaß für Rückblick und Bestandsaufnahme bei der 1. Radfahrervereinigung (RV) 1892 bot der Ehrenabend zum l00jährigen Bestehen. Der 1. Vorsitzende Philipp Zimmermann begrüßte nicht nur zahlreiche Mitglieder, Sportler und prominente Ehrengäste. sondern ließ mit seiner Festansprache auch keinen Zweifel offen, daß die geschichtsträchtige Vereinschronik noch um viele Ereignisse und Erfolge erweitert werden wird.

Schon einige Monate älter als 100 Jahre ist die 1. RV 1892, die im Februar 1892 als Velociped-Club "Germania" gegründet wurde. Vereinslokal wurde bald und ist der Gasthof "Zum Grafen Zeppelin". Damals pflegten die "Germania" Sportler hauptsächlich Korso- und Wanderfahrten, später dann auch Straßenradrennen. 1920 wurde nach dem Zusammenschluß mit dem "RV Diana" der Vereinsname in "1. RV 1892 Schweinfurt" geändert. Weitere Radsportvarianten wurden in das Vereinsangebot aufgenommen.

Nicht nur von den äußeren, gesellschaftlichen Veränderungen, sondern auch vereinsinterne "Höhen und Tiefen", so Philipp Zimmermann, sei die 1. RV1892 in 100Jahren geprägt worden: der 2. Weltkrieg, das Ende des Rennsports in den 50er Jahren, sowie sportliche und persönliche Tiefschläge. Viele Domänen der "92er" wie beispielsweise Radball, seien jedoch weiterhin unangefochten. Wichtig sei auch, dass der Pionier- und Kameradschaftsgeist mit Blick auf die Radfahrerjugend erfolgreich bestehen bleibe - mindestens bis zum 125. Jubiläum, so hofft der Vorsitzende zum Abschluß seiner Festrede.

Grüße und Glückwünsche überbrachten u.a. Bürgermeister Herbert Müller, der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Bayerischen Landesportverbands (BLSV) Wilhelm Baumann, der Bayerischen Radsportverband, die RV Solidarität, die RV 89 und MdL Werner Hollwich.

Vom Bund Deutscher Radfahrer wurden geehrt: Max Raspiller, Karl Memmel (beide 60 Jahre Mitgliedschaft), Hermann Rink (50 Jahre), Helene Rink, Hermann Streng, Philipp Zimmermann (alle 40 Jahre), Hans Eichner, Uwe Eichner, Karin von der Hoff, Helga Leibold, Edith Vollert und Ludmilla Zimmermann (alle 25).

Ebenso zeichnete Wilhelm Baumann vom BLSV aus: Max Raspiller (65 Jahre), Hermann Rink (60 Jahre), Helene Rink, Erwin Rink, Hermann Streng, Philipp Zimmermann (alle 40 Jahre), Helga Aue, Hans Eichner, Uwe Eichner, Herbert Leibold, Martha Rink, Edith Vollert, Ludmilla Zimmermann, (alle 25), Karolin Ankenbrand, Karin von der Hoff, Uwe Langebeck, Elke Wetterich (alle 20), Hans-Jürgen Langebeck, Günther Mangold, Peter Pfister, Roland Pfister, Rudolf Remmele und Thomas Zimmermann (alle 15).

Die goldene Vereinsverdienstnadel erhielten Herbert Leibold und Hermann Streng (beide mit sofortiger Wirkung Ehrenmitglieder).
Heinz Zimmermann, Erwin und Helene Rink erhielten die goldene Vereinsnadel für 40 jährige Mitgliedschaft.

Mit der silbernen Vereinsnadel für 25 jährige Mitgliedschaft wurden Hans und Uwe Eichner, Margarete Streng, Edith Vollert, Karin von der Hoff, Helga Leibold und Ludmilla Zimmermann ausgezeichnet. gh