Radsportverein Velociped Club Germania Schweinfurt
Trend ist Treten - Dem Fahrrad gehört die Zukunft
(openPR) - Jetzt ist es amtlich: Dem Fahrrad gehört die Zukunft, hat der
Trendforscher Matthias Horx herausgefunden. In der Fahrradbranche ist man
der gleichen Meinung, zeigt sich jedoch nicht sonderlich überrascht.
Was haben nahezu sämtliche Zukunftsvisionen der vergangenen Jahrzehnte,
die sich mit den Themen Stadt und Mobilität auseinandersetzen, gemeinsam?
Ganz einfach: Zwischen all den Röhrenbahnen, Luftschiffen und fliegenden
Straßenkreuzern ist in keiner dieser Utopien Platz für das
Verkehrsmittel Fahrrad. Das zeigt, dass Science-Fiction selten mehr ist
als eine Spiegelung der jeweiligen Epoche – und nebenbei betrachtet
ziemlich ironisch. Denn soeben hat der renommierte Zukunftsforscher
Matthias Horx dem Fahrrad den Ritterschlag der vorausdenkenden Zunft
verpasst. „Der erste evolutionäre Gewinner des Klimawandels ist – das
Fahrrad“, schreibt der Wissenschaftler im neuen Trendreport 2008 des
Zukunftsinstituts (www.zukunftsinstitut.de), in dem bereits zum fünften
Mal die wichtigsten soziokulturellen Veränderungen und Schlüsseltrends für
das jeweils kommende Jahr (und darüber hinaus) präsentiert werden. Der
Trendreport führt aus, der „Boom des Fahrrads im öffentlichen Raum“
werde „eine vielfältige Service- und Lifestyle-Kultur rund um die
Pedale erzeugen“, und prognostiziert: „Mountain-Biking und
Fahrradwandern werden sich enorm professionalisieren.“
Die Fahrradbranche, deren Produkte lange Zeit als eher uncool galten –
Stichwort „Fahrzeug für Leute, die sich kein Auto leisten können“
–, freut sich zwar über die Würdigung des Trendforschers, doch, wie es
Guido Müller vom innovativen Beleuchtungshersteller Busch & Müller (www.bumm.de)
gegenüber dem pressedienst-fahrrad auf den Punkt bringt: „Die
Erkenntnis, dass Radfahren umweltfreundlich ist, ist sicherlich nicht
neu.“ Immerhin: „Dass diese Erkenntnis aber im Rahmen der ganzen
Klimadebatte ein neues Gewicht bekommt, ist begrüßenswert.“
Gleichzeitig richtet die Branche ihren Blick auch gerne zum Europa-Primus
in Sachen Fahrrad: „In Holland fährt der Vorstand der Bank ganz
selbstverständlich mit dem Rad zur Arbeit und abends in die Oper. Und
kaum jemand nutzt das Auto um seine Kinder in die Krippe oder zur Schule
zu bringen“, beschreibt Reiner Kolberg vom Kölner Tandem- und Anhängerspezialisten
Zwei plus zwei (www.zweipluszwei.com) die Situation im Nachbarland.
Zurück zu Horx: Dass sich die Akteure der Fahrradbranche nicht gerade vor
Begeisterung überschlagen, mag daran liegen, dass vieles von dem, was die
Trendforscher vorhersagen, bereits Realität ist. Professionell
organisierte Radtouren? Bereits 2006 lag der Anteil der Pauschalreisen an
Radurlauben im Ausland bei 20 Prozent, innerhalb Deutschlands immerhin bei
zehn Prozent, geht aus der Radreiseanalyse 2007 des ADFC e. V. hervor.
Mietfahrräder, die man zu günstigen Kursen und ohne bürokratischen
Aufwand ausleihen kann? Die im Trendreport erwähnten „Call a
Bike“-Mietfahrräder der Deutschen Bahn sind in Städten wie Köln und München
längst ein alltäglicher Anblick. Und coole Umhängetaschen, die
teilweise aus Fahrradreifen gefertigt werden, sind nicht nur im fernen
Seattle erhältlich, sondern auch im hiesigen Fachhandel – in Form der
„Tire Bag“ von Schwalbe aus LKW-Plane und Mountainbike-Reifen (ca. 40
Euro, www.schwalbe.de). Schicke funktionelle Taschen, die Radfahrern und Büroangestellten
gleichermaßen stehen sind ebenfalls bereits zu bekommen (ab ca. 40 Euro
von Zwei, www.iam2.com).
In Sachen Faltrad hätten die Zukunftsforscher nicht auf das wenig
praxistauglich scheinende Klapp-Gerät einer Sport-Modemarke warten müssen,
um eine neue Strömung zu sehen. „Mit der Konstruktion des
Birdy-Faltrades wurde die jetzt eintretende Neo-Ökologiewelle aus Sicht
der Alltagsmobilität bereits vorgedacht“, beschreibt Tobias Spindler
vom Faltrad- und Federungsspezialisten riese und müller (www.r-m.de) die
von jeher auf umweltfreundliche Mobilität ausgerichtete Politik seines
Unternehmens. Zur Erinnerung: Das Birdy kam vor über zehn Jahren auf den
Markt.
Kein Zweifel, mit ihrer „Haben wir doch schon immer gewusst“-Haltung lässt
sich die Fahrradszene nicht so leicht für die Erkenntnisse des Matthias
Horx begeistern, dennoch tut sie ihm auch Unrecht. Denn das wissen alle im
Medienzeitalter: Manches Mal ist es wichtig, wer etwas sagt, nicht ob es
neu ist!
Eine Aussage des Trend-Reports 2008 dürfte die Zweiradfreunde jedoch in
Hochspannung versetzen: „Statistische Daten zeigen, dass die Bedeutung
des Verkehrsmittels Auto in den Großstädten tatsächlich auch numerisch
abnimmt. So ist die Belastung vieler Hauptverkehrsstraßen in der
Innenstadt seit 1998 gesunken, in Berlin „Unter den Linden“ zum
Beispiel um 16,2 Prozent.“ Das wäre aus Sicht der Radfahrer wirklich
mal ein neuer Trend – einer, der hoffentlich anhält.
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Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten
Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir
sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spaß macht und fit hält,
sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilität für Körper
und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualität, Radfahren ist clever und
Radfahren macht Lust auf mehr...
Quelle:
openPR